Bluthochdruck

Bluthochdruck

Hoher Blutdruck ist eine Zivilisationskrankheit, und seine Komplikationen Herzerkrankungen und Schlaganfälle sind die häufigsten Todesursachen in unserer Region. Die Höhe des Blutdruckes zeigt den Zustand des Herzens. Um Herzerkrankungen und Gefäßerkrankungen zu verhindern, sollte der Blutdruck unter 140/90 sein. Im Idealfall sollte die Senkung unter 130/85 mmHg liegen. Bei der Behandlung von hohem Blutdruck ist notwendig auch andere vorliegende Risikofaktoren zu behandeln (erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Bewegungsmangel, etc.).

Es gibt viele Nahrungsmittel, die den Blutdruck senken können. Die Ernährung ist die wichtigste Kampfweise, um hohen Blutdruck (Hypertonie) in Kombination mit pharmakologischen Wirkstoffen oder als Ersatz für sie, zu bekämpfen. Nichtpharmakologische Behandlung impliziert die Behandlung von Fettleibigkeit, die Verringerung der Salzaufnahme, vermehrte körperliche Aktivität, Entspannungstherapie und das Alkoholverbot. Mit nichtpharmakologischer Behandlung beginnt die Behandlung von allen Patienten, die an hohem Blutdruck leiden und kann effizient bei Patienten, deren Blutdruckwerte nicht mehr als 160/100 mmHg überschreitet, sein. Wenn diese Maßnahmen den Blutdruck nicht normalisieren, werden zusätzlich zu nichtpharmakologischen Maßnahmen, Medikamente angewendet.

Gewichtsreduktion

Übergewicht wird nicht unbedingt von hohem Blutdruck begleitet. Allerdings, gibt es eine starke Verbindung zwischen dem Übergewicht und dem Bluthochdruck. Übergewichtige Menschen leiden dreimal häufiger an Bluthochdruck im Vergleich zu normalgewichtigen Menschen. Fettleibige Menschen haben eine zusätzliche Blutmenge, die mit hohem Blutdruck, das Herz viel mehr belastet. Vielleicht ist es wichtig zu betonen, dass sich auf eine Diät durchzuhalten, am schwersten ist. Die Normalisierung des Körpergewichts bei übergewichtigen Menschen kann den Blutdruck senken oder sogar normalisieren. Bei schweren Bluthochdruckfällen, macht die Gewichtsreduktion die Medikamente effektiver. Anzumerken ist, dass mit der Alterung viele Menschen an Körpergewicht zunehmen. Der Grund dafür ist wie folgt: nach dem 25. Lebensjahr braucht der Organismus 10 Kalorien weniger pro Tag für jedes Lebensjahr. Eine Person im Alter von 50 Jahren braucht 250 Kalorien weniger (25 x 10). Wenn sie jeden Tag 100 Kalorien mehr zu sich nimmt (zum Beispiel eine Scheibe Brot), wird die Person in einem Jahr fünf Kilogramm schwerer.

Salzreduktion

Bluthochdruckbehandlung bezieht die Reduzierung der Salzzufuhr ein. Grosse Einschränkung der Salzzufuhr ist nicht erforderlich. Es wird empfohlen, in einem Tag bis zu einem Teelöffel Salz zu sich zu nehmen. Es kann den Blutdruck um 10 mmHg senken. Um die Einnahme von kleinen Salzmengen auszuführen, ist eine Diät mit mehr frischem Obst und Gemüse zu empfehlen. Anstelle von Salz, sollte der Nahrung pflanzliche Gewürze und Zitrone hinzugefügt werden. Konserven, salzige Fleisch- und Milchprodukte sowie alle andere salzige Produkte, einschließlich des zugebereiteten Gemüses für den Winter (Sauerkraut, Paprika, Gurken, etc.), ist zu vermeiden.

Körperliche Aktivität

Regelmäßige körperliche Bewegung ist für Patienten mit hohem Blutdruck nützlich. Es wurde festgestellt, dass körperliches Training den Blutdruck senkt und die Leute mehr motiviert, um behandelt zu werden. Vor Beteiligung an körperlicher Aktivität sind Untersuchungen, vor allem die Prüfkraft an körperlicher Anstrengung, um die Intensität der Belastung ermitteln zu können, nötig. Körperliche Aktivität kann auch schädlich sein, wenn sie nicht richtig dosiert wird. Empfohlen wird wandern, Rad fahren und schwimmen.

Entspannungstechniken

In den letzten Jahren ist das Interesse an verschiedenen Entspannungstechniken, in der Behandlung von hohem Blutdruck, gestiegen. Auf diese Weise erzielen wir gute Wirkung bei psychisch gespannten Menschen. Es sollte betont werden, dass diese Therapie, während der Diät, körperlicher Aktivität und / oder bei der Medikamenteneinnahme, angewendet werden muss. Techniken sind unterschiedlich: Entspannungsübungen, Yoga, Transzendentale Meditation und vieles mehr.

Alkoholverbot

Es ist nachgewiesen, dass Alkohol den Blutdruck erhöht. Auf der anderen Seite führt die Einstellung des Alkoholkonsums zur Senkung des Blutdrucks, bei Menschen, die an hohem Blutdruck leiden und den Alkohol täglich konsumiert haben. Alkohol erhöht das Körpergewicht. Einer der schwerwiegendsten Komplikationen von Blutdruck- Schlaganfall, ist häufiger bei Menschen mit hohem Blutdruck, die täglich Alkohol konsumieren.

Tipps für Menschen mit hohem Blutdruck:

Esst mehr Obst und Gemüse, weil sie voll von bekannten und unbekannten Substanzen, die den Blutdruck senken, sind (Vitamin C, Kalium, Kalzium, …). Esst besonders Sellerie und Knoblauch.

Esst fettige Seefische, wie Makrele, Lachs, Thunfisch, Sardinen oder Hering dreimal in der Woche.

Salzt das Essen weniger. Stellt den Salzstreuer nicht auf den Tisch und esst nicht industriell zubereitete Lebensmittel, sowie geräucherte Fleischerzeugnisse.

Beschränkt euren Alkoholkonsum auf 1-2 Drinks pro Tag. Besoffenheit ist zu vermeiden, die deutlich den Druck steigern kann.

Wenn ihr übergewichtig seid, nehmt ab. Es ist ein sicherer Weg, den Blutdruck zu senken.

Herz-Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen beruhen in erster Linie auf arteriosklerotischen Gefässveränderungen. Die Arteriosklerose ist eine krankhafte Veränderung der Arterien mit einer Verdickung und Verhärtung der Gefässwand.

Die Arteriosklerose beginnt bereits in der Kindheit oder im Jugendalter mit der Ablagerung von Cholesterin und anderen Lipiden in der innersten Schicht grosser Arterien.

Dies führt im Laufe des Lebens zu einem Elastizitätsverlust und zu Einengungen, im Extremfall bis zum völligen Gefässverschluss.

Besonders Diabetiker sind von Erkrankungen der Blutgefässe betroffen, sie sollten in verstärktem Masse Vorsorge treffen.

Der zweite grosse Risikofaktor ist der Bluthochdruck.

Das Herz stellt über die Gefässe den Blutstrom in die Organe des Körpers und stellt dabei durch ständigen Ausgleich einen optimalen Versorgungsdruck her. Grundsätzlich herrscht dabei in den Arterien durch die das Blut zu den Organen fliesst ein höherer Druck als in den Venen durch die das Blut die Organe verlässt. Werden die Blutgefässe durch Ablagerungen verendet oder Stahl, können die verschiedenen Regionen des Körpers nicht mehr optimal versorgt werden. Das Herz versucht nun,, die Engpässe durch eine stärkere Pumparbeit auszugleichen. Dadurch steigt die Blutdruckbelastung an. Permanenter Bluthochdruck lässt die Gefässe vorzeitig altern, macht sie starr und brüchig.

Um das Risiko für Koronarerkrankungen zu senken, sollte ein vollwertige und ballaststoffreiche Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist und eine moderate Fettzufuhr, die 30% der täglichen Energieaufnahme abdeckt, angestrebt werden. Zudem sollte die tägliche aufgenommene Menge an Nahrungscholesterin unter 300 mg liegen und die Energieaufnahme den Energiebedarf nicht übersteigen. Zu letzterem kann erhöhte körperliche Aktivität beitragen. Aufgrund seiner ausgezeichneten antiarteriosklerostischen Wirkungen gehört mindestens einmal Seefisch auf den Wochenspeiseplan. Der Konsum von fettem Fleisch, fetten Wurst- und Käsesorten hingegen sollte möglichst reduziert oder vermieden werden.

Ernährung nach Herzinfarkt

Eine Ernährungsumstellung auf der Basis einer fettmodifizierten Kost, die gleichzeitig Übergewicht reduziert, und eine Änderung des Lebensstils (Verzicht auf das Rauchen, mehr Bewegung, weniger Stress) wirken sich günstig auf koronare Herzkrankheiten aus und können somit auch einem erneuten Infarkt vorbeugen.

Erstes Ziel in der Ernährungstherapie nach einem Herzinfarkt muss es sein, vorhandene Risikofaktoren wie erhöhte Blutfett- und Blutdruckwerte zu normalisieren sowie vorliegendes Übergewicht abzubauen.

Erhöhte Blutcholesterinwerte können durch die Fettmenge und das richtige Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren in der Nahrung sowie durch körperliche Aktivität auf Dauer günstig beeinflusst werden; allerdings bei den einzelnen Menschen unterschiedlich stark. Die gesättigten Fettsäuren (Laurinsäure, Myristinsäure und Palmitinsäure) erhöhen die Cholesterinkonzentration im Plasma und besonders die des ungünstig wirkenden LDL – Cholesterins. Stearinsäure verändert das LDL – Cholesterin nicht. Einfach ungesättigte Fettsäuren, z.B. Ölsäure, senken dann die Cholesterinkonzentration, wenn sie gesättigte Fettsäuren in der Nahrung ersetzen. Demgegenüber erniedrigen mehrfach ungesättigte Fettsäuren, z.B. die Linolsäure, die Konzentration von LDL – Cholesterin. Allerdings wird auch das günstige HDL – Cholesterin durch die Linolsäure etwas gesenkt, während Ölsäure dies weniger bewirkt.

Die Fettsäuren der Nahrung beeinflussen nicht nur durch die Änderung der Konzentration und Zusammensetzung von Lipoproteinen im Blut das Arterioskleroserisiko. Durch Veränderung der Fettsäurenzusammensetzung in den Blutzellenmembranen beeinflussen sie auch die Fliesseigenschaften des Blutes. Über die Bildung von Eicosanoiden aus n-6- und n-3- Fettsäuren werden darüber hinaus wichtige Funktionen wie die Aggregation der Thrombozyten, Adhäsion von Monozyten an der Gefässwand, Weite der Gefässe, Blutdruck und weitere Kreislaufparameter gesteuert.

Trans – Fettsäuren heben die Konzentration von LDL – Cholesterin im Blut und senken die von HDL – Cholesterin. Deshalb sollten sie möglichst nur in geringen Mengen in unserer Nahrung enthalten sein (< 1% der Nahrungsenergie). Aus der Nationalen Verzehrsstudie von 1991 wurden für den durchschnittlichen täglichen Verzehr an Trans – Fettsäuren 3,4 g bei Frauen und 4,1 g bei Männern ermittelt. Trans – Fettsäuren sind in gehärteten Fetten (Margarinen, Back- und Frittierfetten), Butter, Milch, Käse, Rindfleisch und Fleischerzeugnissen von Wiederkäuern enthalten. Der Triglyceridgehalt im Plasma ist ebenfalls ein Risikofaktor der Arteriosklerose und wird durch eine hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren angehoben. Eine zu hohe Energiezufuhr führt generell zu einem Anstieg von Cholesterin- und Triglyceridkonzentrationen sowie einem Abfall des HDL – Cholesterins im Blut.

In mehreren Interventionsstudien konnte eine protektive Wirkung von langkettigen n-3-Fettsäuren, insbesondere von Eicosapentaensäure, in Bezug auf den tödlichen Herzinfarkt gezeigt werden. Da der Verzehr von Seefisch (besonders reich an Eicosapentaensäure sind Hering, Makrele, Lachs) nicht ausreichend erhäht werden kann, sollte alternativ die Zufuhr von α-Linolensäure ansteigen. Darüber hinaus wurde bei Patienten nach einem Herzinfarkt in einer Interventionsstudie durch α-Linolensäurere eine signifikante Senkung der Reinfarktrate erreicht. In dieser Interventionsstudie lag das Verhältnis von Linolsäure (n-6) zu α-Linolensäure (n-3) bei etwa 4 :

Ernährungsempfehlungen

-Körpergewicht normalisieren; liegt ein Übergewicht vor (BMI 25) ist eine Gewichtsabnahme erforderlich. Eine gezielte Gewichtsabnahme trägt zur Entlastung des Herzens sowie zur Senkung des Blutdruckes bei und wirkt sich auch positiv auf den Blutfettspiegel aus.

Fettmodifizierte Kost, die sich wie folgt zusammensetzt:

  • Energiezufuhr dem Bedarf angepasst, bei Übergewicht energiereduziert
  • Kohlenhydrate 50-60% der Energiezufuhr
  • Eiweiss 10-20% der Energiezufuhr
  • Fett 30% der Energiezufuhr
  • gesättigte Fettsäuren 7-10%
  • einfach ungesättigte Fettsäuren 10-15%
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren 7-10%
  • Cholesterin 300 mg pro Tag
  • Ballaststoffe 30 g pro Tag
  • Kochsalz 6 g pro Tag

-Die Kochsalzzufuhr auf bis zu 6 g pro Tag zu beschränken, bedeutet, auf kochsalzreiche Lebensmittel und Speisen zu verzichten (Konserven und Fertiggerichte enthalten in aller Regel viel Salz). Die Speisen möglichst ohne Salz zubereiten und reichlich frische, tiefgefrorene, getrocknete Küchenkräuter sowie salzfreie Gewürze verwenden

-2 Seefischmahlzeiten pro Woche verzehren für einen ausreichenden Verzehr von fettarmer Milch und fettarmen Milchprodukten, Vollkornerzeugnissen, Gemüse, Rohkost, Obst, Nüsse und Samen sorgen sowie auch für eine ausreichende Vitamin-, Calcium-, Magnesium- und Ballaststoffzufuhr.

-Regelmässige körperliche Bewegung (z.B. Laufen, Schwimmen, Radfahren) oder eine Teilnahme an koronaren Herzsportgruppen
-Alkoholkonsum in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
-Rauchen einstellen.

Für ausreichende Entspannung sorgen und Stress möglichst vermeiden.